Blockchain-Anwendungen

Eine Blockchain ist eine verteilte Datenbank, in der alle Transaktionen als Blöcke chronologisch und mit einer Prüfsumme versehen abgespeichert werden. Jeder neue Block enthält dabei die Prüfsumme des vorherigen Blockes, was die Integrität der Blöcke und die Transparenz der Transaktionshistorie absichert. Durch dieses verteilte Register können Wertgegenstände beliebig und auch automatisiert den Besitzer wechseln (Internet of Value), da die Herkunft und Historie fälschungssicher und nachhaltig gesichert werden.

Ein Konsensmechanismus sorgt dafür, dass Transaktionen gültig sind und die Transaktionen in Form von neuen Blöcken abgespeichert und an allen Teilnehmern zugänglich gemacht werden. So sorgen der Konsensmechanismus und die verteilte Datenhaltung dafür, dass jeder Teilnehmer denselben Wissensstand und dieselbe Informationsbasis hat.

Smart Contracts ermöglichen die Digitalisierung von Vertragsbeziehungen und die Automatisierung der im Vertrag festgelegten Prozesse. Transaktionen können so durch Smart Contractsregelbasiert automatisiert werden (M2M Communication and Payment). Smart Contracts können so beispielsweise im Bereich des Bestandsmanagements automatisch Nachbestellungen auslösen oder im Bereich der Anlagenwartung Serviceeinsätze und Ersatzteilbestellungen initiieren. Sind diese Smart Contracts in einer Blockchain implementiert, ist die Notwendigkeit von zentralen Intermediären zur Vertrauenssicherung unnötig, was einen Effizienz- und Geschwindigkeitsgewinn mit sich bringt.

Je nach Blockchain-Ausführung kann ebenfalls die Anonymität bzw. Privatsphäre gewährleistet werden.

Kerneigenschaften einer Blockchain-Anwendung (PROTEMA)
Beispiele für Blockchain-Anwendungen in der Intralogistik (PROTEMA)

Verfasser
Dr. Jörg Pirron
PROTEMA Unternehmensberatung GmbH
joerg.pirron[a]protema.de
Telefon +49 (0) 173-6688668
https://www.protema.de

Sachstand
Januar 2019
Im Herbst 2018 gingen die I.N.Fachbeiräte ‚Wissenschaft‘ und ‚Wirtschaft‘ davon aus, dass die Thematik ‚Blockchain-Anwendungen‘ bis in rund fünf Jahren breiteren Einzug in die Branche Intralogistik halten dürfte.